Soroptimist Preis

Bezirksprojekte 2015 Bericht von Andrea Grabenbauer SI Coburg

1. Der erste Preis über 2. 380.-€ ging an den SI Club Würgau, Fränkische Schweiz.

Die Stiftung Evangelischer Verein Bamberg richtet einen „berufsorientierten Deutschkurs“ ein für vier weibliche und zwölf männliche jugendliche Flüchtlinge. 7,5 Monate lang besuchen diese selektierten Jugendlichen einen speziellen Deutschkurs mit 20 Stunden pro Woche, plus Hausaufgaben plus Tutorien nachmittags. So lange, bis das sprachliche Niveau für eine Bewerbung ausreicht um eine Lehrstelle in Handwerk, Handel, Gastronomie oder Industrie. Ziel ist, jungen, motivierten Menschen einen Weg ins eigene Leben zu ermöglichen. Anschubfinanzierung durch den Evangelischen Verein Bamberg und deren Stiftung, sowie durch den SI Club Bamberg.
Die AWO Bamberg ist Träger des Kurses und trifft die Auswahl der Jugendlichen und der Lehrer. Die IHK stellt einen Kursraum zu Verfügung. Beide Koop-Partner organisieren auch Praktika und vermitteln die Kursteilnehmer an Betriebe. Ein gutes Beispiel - zur Nachahmung empfohlen!

Der 2. Preis ging mit 1.190.-€ an den SI Club Coburg

Das „Rucksackprojekt“ ist zertifiziertes Arbeitsmaterial für Migrantenfamilien zur Sprachförderung im Elementarbereich. Gefördert wird die Muttersprachen-kompetenz als Basis, um die deutsche Sprache darauf aufzubauen.

Kindertagesstätten, Eltern und Kinder profitieren gleichermaßen und arbeiten mit Stadtteilmüttern (ausgebildete, ausländische Mütter mit bereits guten Deutschkenntnissen, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit neu ankommenden Migranten teilen, unter Einteilung einer Koordinatorin) zusammen. Dabei entsteht ein verbesserter Kontakt, eine schnellere Integration und ermöglicht Hilfestellung bei Alltagsproblemen und liefert Ideen zur preiswerten Freizeitgestaltung.

Eltern gewinnen Selbstwertgefühl als Experten für die Muttersprache, treffen sich mindestens einmal pro Woche für zwei Stunden in Räumen der Kitas ihrer Kinder unter Anleitung der Stadtteilmütter, haben dadurch soziale Kontakte auch zu Deutschen.

Erzieherinnen arbeiten als Experten für die deutsche Sprache mit den Kindern. Für die Erzieherinnen wird der Zugang zu den Eltern erleichtert und intensiviert. Eltern lernen Mithilfe und Verantwortung. Interkulturelle Fragen können leichter geklärt werden.

Der Antrag auf Finanzierung beim BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) läuft, die Anschubfinanzierung versucht der SI Club Coburg zu realisieren, das Rucksackarbeitsmaterial wird gestellt. Das Projekt ist auch auf andere Städte übertragbar.

Das Rucksackprojekt beeinhaltet zertifiziertes Arbeitsmaterial für Migrantenfamilien zur Sprachförderung im Elementarbereich. Gefördert wird die Muttersprachenkompetenz als Basis, um die deutsche Sprache darauf aufzubauen, förderlich auch für die allgemeine kindliche Entwicklung in den Kitas und Grundschulen. Eltern und Kinder profitieren gleichermaßen und arbeiten mit Stadtteilmüttern (ausgebildete, ausländische Mütter mit bereits guten Deutschkenntnissen, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit neu ankommenden Migranten teilen, unter Einteilung einer Koordinatorin) zusammen. Dabei entsteht ein verbesserter Kontakt, eine schnellere Integration und ermöglicht Hilfestellung bei Alltagsproblemen und liefert Ideen zur preiswerten Freizeitgestaltung.

Eltern gewinnen Selbstwertgefühl als Experten für die Muttersprache, treffen sich mindestens einmal pro Woche für zwei Stunden und arbeiten themengebunden mit den Inhalten des Rucksackarbeitsmaterials in Räumen der Kitas ihrer Kinder, lernen dort den Wert von Literatur, Bilderbüchern, Liedern, den Wert des Spielens und Malens sowie der Verbindung von Sprache und Handeln für die Entwicklung ihres Kindes in der täglichen Beschäftigüng kennen.

Parallel dazu beschäftigen sich die Erzieherinnen/ Lehrerinnen in Absprache mit den Stadtteilmüttern mit den gleichen Themen im Nebenraum in deutscher Sprache mit den Kindern. Erzieherinnen arbeiten als Experten für die deutsche Sprache.

Für die Erzieherinnen wird der Zugang zu den Eltern erleichtert, und intensiviert. Eltern lernen Mithilfe und Verantwortung. Interkulturelle Fragen können leichter geklärt werden.
Finanziert wird dieses Projekt auf Antrag, das Rucksackarbeitsmaterial wird gestellt.

Aus dem dank guter Beteiligung erzielten Überschuss des Bezirkstreffens unterstützt SI Coburg die Clubs, die ebenfalls Projekte eingereicht haben, mit je 200 €

SI Hof mit für das „Eselprojekt“ der Wasserstiftung

Das Eselprojekt bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe für alleinstehende Frauen aus dem wasserarmen Eritrea, Nordafrika. Der durch Spenden geförderte Erwerb eines Esels erleichtert Frauen und Mädchen den weiten, körperlich anstrengenden Transport von größeren Mengen Wasser. Sie gewinnen Zeit, in der sie Bäume und Pflanzen anbauen können. So gelingt die selbstständige Ernährung, mit dem Verkauf von Überschuss sichern sie ihr eigenes Einkommen. Die Mädchen können in die Schule gehen, statt Wasser zu holen, lernen früh zu wirtschaften und können mit ihren Familien selbständig für ihren Lebensunterhalt sorgen.

SI Bamberg-Kunigunde für das Projekt „Wissen macht Spaß“

Dies ist ein unbürokratisches Förder- und Integrationsprojekt für derzeit vier Mittelschulen in Bamberg und Umgebung.
Mit vielfältigen Ideen und Kompetenzen der Clubschwestern, die aktive Hilfe und Förderung anbieten, unterstützt der ganze Club auch finanziell mit 10000.-€ Eigenleistung völlig unkonventionell. Dort wo sprachliche Barrieren versteckte Potentiale zuschütten vermittelt der Club aktiv als Wissenspool, Netzwerk und Katalysator, sucht Lösungsmöglichkeiten. Kontakte zu Studenten, pensionierten Lehrerinnen oder interessierten Bürgern werden koordiniert und sind eine gute Unterstützung der Hauptschulen.

Dieses effektive Projekt ist übertragbar auf andere Orte und macht Freude.

SI Freiberg für das Projekt „ Schulranzen für ABC Schützen“ in Freiberg

Kinder aus: bedürftigen, kinderreichen Familien, von alleinerziehenden Müttern und ausländischen Familien mit geringen finanziellen Mitteln finden hier Unterstützung und erhalten für die Kinder die gesamte Schulausrüstung zum Zeitpunkt der Einschulung. Somit können frühe Ausgrenzungen verhindert werden und persönliche Kontakte zu Bedürftigen für eventuell weitere Hilfestellungen geknüpft werden.

SI Pirna für das „Tanzprojekt Mutter Erde“

SI Club Pirna hat ein Tanzprojekt initiiert und lädt dazu Flüchtlingsmütter mit ihren Kindern und Frauen aus Pirna mit Ihren Kindern ein, unter Anleitung einer Tanzpädagogin zu tanzen. So gelingt aktiver Austausch und macht erlebbar, wie bereichernd die Begegnung verschiedener Kulturen sein kann.

Aufführungen mit Dirk Bayer

Wir unterstützen Aufführungen an Schulen und Kindergärten, die der Clown Dirk Bayer veranstaltet, um die Integration von Flüchtlingskindern zu fördern.

von Irmtraud Fenn-Nebel im FT vom 16.12.2015

Sobald die Kiste vom Tisch auf den Boden plumpst, ist das Eis gebrochen: Das multikulturelle Publikum lacht sich schief. Viele von ihnen können zwar noch kein deutsch, aber die Sprache von Clown Dirk Bayer ist international - Späße versteht jeder. Und so kommen 70 Kinder und Erwachsene, Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, der Ukraine, Albanien und Äthiopien an einem Nachmittag im Dezember in ihrer Gemeinschaftsunterkunft für ein paar Stunden auf andere Gedanken.

Ermöglicht hatte den Auftritt des Bamberger Theaterpädagogen, Schauspielers und Clowns Bayer der Kindergarten Lauter. Dessen Leiterin Anette Müller hatte die Aktion "Kinder malen große Künstler" initiiert, die dabei entstandenen Bilder versteigert und 200 Euro erlöst.

Dieses Geld spendete der Kindergarten dem Helferkreis Asyl in Ebern, in dem sich eine Handvoll Ehrenamtlicher vor der Ankunft der ersten Flüchtlinge im Frühjahr 2014 zusammengetan hat. "Wir heißen Menschen aus Krisengebieten bei uns willkommen und zeigen ihnen, dass ihr Schicksal uns nicht unberührt lässt", sagt stellvertretend für den Helferkreis Anna Luckhardt. "Wir wollen, dass die Flüchtlinge über die staatliche Grundversorgung hinaus Hilfe erhalten und Zugang zu unserem Gemeinwesen finden."

200 Flüchtlinge vor Ort

Mittlerweile arbeiten 35 Frauen und Männer im Helferkreis zusammen. Die steigende Zahl der Ehrenamtlichen kam zum rechten Zeitpunkt: Seit gut einem Jahr sind 200 Flüchtlinge aus Krisengebieten im Stadtgebiet Ebern, in Jesserndorf, Bramberg und Fischbach untergebracht, es ist ein ständiges Kommen und Gehen.

Die meisten wohnen in der alten Eberner Kaserne. Vom Helferkreis bekommen sie Sprachunterricht, Begleitung bei Arztbesuchen und Behördengängen, Unterstützung bei der Suche nach einem Kindergartenplatz oder bei den Hausaufgaben. Von Anfang an sammelten die Ehrenamtlichen außerdem Kleidung, Schuhe und Schulsachen, die seit kurzem übersichtlich in einer eigenen Kleiderkammer in der alten Kaserne aufbewahrt werden. Ebenfalls neu ist ein Raum mit gespendeten Nähmaschinen, an denen die Flüchtlingsfrauen arbeiten können.
Anna Luckhardt ist mit ganzem Herzen für die Flüchtlinge im Einsatz. "Im direkten Kontakt erkennt man, wie ähnlich man sich ist. Das Fremde geht schnell weg. Diese Menschen haben so viel durchgemacht. Bei uns können sie Ruhe finden und zugleich Neues lernen", sagt sie.

Im Helferkreis bringt sie sich so wie alle nach den eigenen Fähigkeiten ein. Zum Austausch treffen sich die Ehrenamtlichen einmal im Monat und darüber hinaus bei gemeinsamen Aktionen wie Ausflügen und Festen - oder eben einem Theaterstück mit Clown.

Gute Idee

Kindergarten und Helferkreis hatten beschlossen, den Erlös der Bilderversteigerung für etwas Besonderes auszugeben. Und das bekamen sie von Dirk Bayer geliefert: Mit einem selbst verfassten Stück zum Thema Flüchtlinge und Integration für Kinde ab vier Jahren.

Bayer alias Clown Bonzo arbeitet mit einfachen Mitteln: Er kommt mit einer Kiste auf die Bühne und die fällt erst mal vom Tisch. Lacher! Im Publikum sitzen, aufgeteilt auf zwei Aufführungen, gänzlich unterschiedliche Menschen. Da sind jene, die schon seit einem Jahr in Ebern sind und durch Unterricht oder Schule bereits deutsch können. Doch da sind auch die anderen, die erst vor ein paar Wochen ankamen und naturgemäß kaum etwas verstehen.

Bayer geht auf dieses Thema geschickt ein und hat in seine Kiste jemand gesetzt, der unsere Sprache nicht kann. Er heißt Molto. Das einzige, was der Fremde sagt ist: "Grützlimützli". Immer wieder: "Grützlimützli".
Das Publikum versteht schnell - hier geht es um ein Kommunikationsproblem und die Frage, wie man trotzdem miteinander in Kontakt treten und klarkommen kann. Bayer schafft es mit einer Mischung aus Spaß und Ernst, die Kinder mit ins Boot zu holen. Clownesk animiert er zum Mitmachen und bald wagt sich der ein und andere zum Interagieren auf die Bühne. Mit oder ohne große Worte - und herrlich schokoverschmierten Mündern - zeigen die Kinder dem unsicheren Molto, wie das funktionieren kann mit dem Fremden. Das Eis ist gebrochen, ein Miteinander fernab der großen politischen Bühne im kleinen Rahmen spielerisch gelungen.

Helferkreis Asyl

Finanzierung: Der Helferkreis wird von der evangelischen und katholischen Kirche Ebern, der Volkshochschule und dem Weltladen Ebern getragen. Er finanziert seine Arbeit ausschließlich über Spenden und hat zuletzt vom Soroptimist Club Würgau-Fränkische Schweiz 150 Euro bekommen. Auch Privat- und Geschäftsleute unterstützen die Arbeit des Helferkreises. Spendenkonto: Ev. Kirchengemeinde Ebern, Stichwort Asylbetreuung, Sparkasse Ostunterfranken,

Clown Dirk Bayer versteht es, die Flüchtlingskinder aus der Reserve zu locken und zum Mitmachen zu animieren. Sprachprobleme spielen bei der Kommunikation mit seiner lustigen Handpuppe rasch keine Rolle mehr. So wird der Nachmittag im Asylbewerberheim in Ebern zu einem schönen Erlebnis für alle Beteiligten.

 

 

Berufsorientierter Sprachkurs

Ein Deutsch - Intensivkurs für jugendliche Asylbewerber, durch den diese in die Lage versetzt werden, einen Ausbildungsplatz zu finden. Der Kurs wird finanziert in Zusammenarbeit mit der Stiftung Evangelischer Verein und dem Evangelischen Verein Bamberg.

 

Pressetermin am 08.01.2015 in der IHK Bamberg 

Mit auf dem Photo unsere Präsidentin Annette Schäfer (5. v. re.)

 

Blick auf die Lerngruppe in den Räumen der IHK Bamberg

 

Pressetermin zum Abschluss des Kurses am 28.9.2015:

 

 

 

Mit auf dem Photo unsere designierte Präsidentin Sabine König (7. v. re.)

 

 

Sprachförderung und Integration für Kinder aus Asylbewerberfamilien

Die Sprach- und Integrationsförderung fand im gesamten Schuljahr 2014/15 (30 Wochen) regelmäßig statt. Darüber hinaus wurde die Gemeinschaft zwischen den Kindern von Asylbewerbern und den deutschen Kindern gefördert, indem unterschiedliche Bräuche erlebbar gemacht wurden:  so z.B. durch die Gestaltung einer Adventsfeier.

Die Kosten für die Honorartätigkeiten (zweimal in der Woche jeweils 4 Stunden (a 9 €) von 2.160 € übernahm unser Club.


Weitere Informationen unter:
Christiane Alter
Koordination Jugend – Dienstleistung an Schulen
Tel.: 0951 93224 – 640
Mail: alter.christiane[at]ba.gfi-ggmbh.de

 

 

Spendenübergabe

 

 

 

 


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